Hier findest du alle Obstsorten von A bis Z. Klapp eine Sorte auf, dann findest du darin die Abschnitte Aufbau, Schälen, Schneiden, Kochen und Backen sowie Aufbewahrung und Haltbarkeit. Jeden Abschnitt kannst du dir einzeln oder alles auf einmal vorlesen lassen.
Ananas

Aufbau
Die Teile der Ananas
- Groß, oval und schwer. Die Schale ist hart und schuppig, mit kleinen Spitzen.
- Oben sitzt ein Schopf aus harten, spitzen Blättern. Die Ränder können rau oder leicht gezackt sein.
- Unter der Schale sitzen im Fruchtfleisch die Augen: kleine, harte, raue Punkte, die in schrägen Reihen verlaufen.
- In der Mitte läuft von oben nach unten ein harter, faseriger Strunk.
- Das Fruchtfleisch ist saftig und faserig.
Woran du merkst, dass sie reif ist
- Sie duftet am Boden süß. Riecht sie gar nicht, ist sie unreif. Riecht sie nach Essig oder Alkohol, ist sie überreif.
- Sie ist schwer für ihre Größe und gibt bei kräftigem Druck ganz leicht nach.
- Ananas reift nach dem Kauf nicht nach.
Schälen und Strunk entfernen
Was weg muss
- Der Schopf und der Boden.
- Die Schale mit den Augen.
- Der Strunk in der Mitte.
Schopf abnehmen
- Fass den Schopf mit einem Küchentuch, wegen der spitzen Blätter. Halt die Ananas mit der anderen Hand fest und dreh den Schopf ab. Oder schneide ihn ab.
Schälen
- Leg die Ananas auf ein feuchtes Tuch. Schneide oben und unten je eine Scheibe von etwa 1 cm ab.
- Stell sie auf die flache Unterseite.
- Schneide die Schale in Streifen von oben nach unten ab, der Rundung folgend. Schneide ruhig etwas dicker, dann sind die meisten Augen mit weg.
Woran du merkst, dass Schale und Augen weg sind
- Die Schale ist trocken, hart und schuppig.
- Die Augen fühlen sich an wie kleine, harte, raue Punkte im Fruchtfleisch.
- Das Fruchtfleisch ist nass und glatt. Fahr mit der Hand rundherum und schneide raue Punkte mit der Messerspitze heraus.
Strunk herausschneiden
- Ananas längs vierteln.
- Der Strunk sitzt an der inneren Kante jedes Viertels. Er ist deutlich härter und faseriger als der Rest.
- Leg das Viertel auf die Seite und schneide die Kante mit dem Strunk längs ab.
Mit dem Ananasschneider
- Ein Ananasschneider wird oben in die Ananas gedreht wie ein Korkenzieher. Er schält, entfernt den Strunk und schneidet in einem Rutsch eine Spirale. Kein Messer nötig, nur oben den Deckel abschneiden.
Schneiden
Stücke und Scheiben
- Viertel auf die Schnittseite legen und quer in Stücke schneiden.
- Für Ringe die ganze geschälte Ananas quer in Scheiben schneiden und den Strunk mit einem kleinen Ausstecher ausstechen.
Kochen und Backen
Achtung bei Gelatine und Milchprodukten
- Frische Ananas enthält ein Eiweiß spaltendes Enzym. Mit Gelatine wird nichts fest.
- Mit Quark, Joghurt oder Sahne wird es nach einiger Zeit bitter. Direkt essen oder Ananas aus der Dose nehmen.
- Erhitzte Ananas und Ananas aus der Dose haben dieses Problem nicht.
Braten und Grillen
- Scheiben in der heißen Pfanne 2 bis 3 Minuten pro Seite. Sie karamellisieren und duften süß.
- In süß-sauren Gerichten im Wok nur kurz mitbraten, 1 bis 2 Minuten.
Kribbeln im Mund
- Frische Ananas kann im Mund kribbeln oder brennen. Das kommt vom Enzym und ist normal.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Ganz bei Zimmertemperatur für 1 bis 2 Tage, sonst im Kühlschrank.
- Geschnitten in einer Dose im Kühlschrank.
- Einfrieren geht gut, in Stücken.
Haltbarkeit
- Ganz bei Zimmertemperatur: meist unbedenklich bis 2 Tage. Genau prüfen ab Tag 3. Spätestens aufbrauchen nach 4 Tagen.
- Ganz im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 4 Tage. Spätestens aufbrauchen nach 1 Woche.
- Geschnitten im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 3 Tage. Spätestens aufbrauchen nach 4 Tagen.
Woran du merkst, dass sie verdorben ist
- Weiche, nasse Stellen am Boden oder austretender Saft: verdorben.
- Geruch nach Essig, Alkohol oder Gärung: wegwerfen.
- Pelziger Belag: wegwerfen.
Apfel

Aufbau
Die Teile des Apfels
- Oben sitzt der Stiel in einer Mulde. Der Stiel ist dünn, hart und holzig.
- Unten, gegenüber vom Stiel, sitzt der Blütenansatz, auch „Fliege“ genannt. Das ist eine kleine Vertiefung mit einem trockenen, rauen, leicht stacheligen Rest.
- Das Kerngehäuse läuft in der Mitte vom Stiel bis zur Fliege durch. Es ist etwa so dick wie ein Daumen bis zwei Finger.
- Die Schale ist glatt und fest. Du kannst sie mitessen.
Kerngehäuse und Fruchtfleisch ertasten
- Fruchtfleisch: feucht, gleichmäßig, leicht körnig, gibt beim Drücken mit dem Fingernagel nach.
- Kernkammern: dünne, harte Häutchen, die sich anfühlen wie steifes Pergament oder dünnes Plastik. Sie sind glatt, trocken und haben scharfe Kanten. Sie kratzen beim Darüberstreichen.
- Kerne: klein, glatt, tropfenförmig, hart. Sie sitzen in den Kammern und fallen manchmal heraus.
- Fasern: Vom Stiel zum Kerngehäuse läuft oft ein dünner, härterer Strang. Den spürst du als festere Linie im weichen Fruchtfleisch.
Schälen und Entkernen
Schälen mit dem Sparschäler
Schälen ist meist nicht nötig. Wenn doch:
- Halt den Apfel in der Hand und zieh den Schäler von oben nach unten, immer von dir weg.
- Dreh den Apfel nach jedem Zug ein Stück weiter.
- Geschälte Stellen fühlen sich nass und etwas rau an, ungeschälte glatt und trocken. So spürst du, wo du schon warst.
Entkernen: Vierteln und Keil ausschneiden
- Stell den Apfel mit der Fliege nach unten aufs Brett. So steht er am stabilsten.
- Ertaste den Stiel. Setz das Messer direkt neben dem Stiel an und schneide gerade nach unten. Der Apfel ist halbiert.
- Leg beide Hälften mit der Schnittfläche nach unten. Jetzt rollen sie nicht mehr.
- Halbiere jede Hälfte noch mal von oben nach unten. Du hast vier Viertel.
- Leg ein Viertel mit der Schale nach unten aufs Brett. Das Kerngehäuse sitzt jetzt oben an der spitzen Innenkante.
- Ertaste mit dem Daumen, wo das harte Pergament beginnt. Schneide einen flachen Keil heraus: einmal schräg von links, einmal schräg von rechts.
- Geübte halten das Viertel dabei in der Hand, Schale gegen die Handfläche, und schneiden mit dem Schälmesser. Für den Anfang ist das Brett sicherer.
Entkernen: Rundherum abschneiden
Schnell und gut für Apfelstücke oder Apfelspalten.
- Stell den Apfel mit dem Stiel nach oben aufs Brett.
- Setz das Messer etwa 1 bis 1,5 cm neben dem Stiel an und schneide gerade nach unten. Eine Seite fällt ab.
- Wenn das Messer hart wird und knirscht, bist du im Kerngehäuse. Zieh es heraus und setz etwas weiter außen neu an.
- Leg den Apfel auf die gerade entstandene flache Seite, dreh ihn und schneide die nächste Seite ab. Das machst du viermal.
- Übrig bleibt ein eckiger Block mit dem Kerngehäuse.
Entkernen: Mit dem Teelöffel oder Kugelausstecher
Sehr gut zum Füllen oder Backen.
- Halbiere den Apfel vom Stiel zur Fliege.
- Kratz das Kerngehäuse mit einem Teelöffel oder einem Kugelausstecher (Parisienne-Ausstecher) aus der Mitte heraus.
- Der Löffel zeigt dir den Unterschied: Im Kerngehäuse fühlt sich das Kratzen trocken und knisternd an, im Fruchtfleisch weich und nass.
- Schneide oben den Stielrest und unten die Fliege mit einem kleinen V-Schnitt heraus.
Entkernen: Mit dem Apfelentkerner
- Der Apfelentkerner ist ein Rohr mit Griff.
- Ertaste den Stiel, setz das Rohr genau darüber an und drück es gerade nach unten durch, mit einer kleinen Drehung. Zieh es wieder heraus.
- Steck einen Finger in das Loch: Die Wände sollen glatt sein, ohne Pergament.
Entkernen: Mit dem Apfelteiler
- Der Apfelteiler ist ein Ring mit 8 oder 12 Klingen und einem Rohr in der Mitte.
- Stell den Apfel mit dem Stiel nach oben hin, setz das Mittelrohr über den Stiel und drück mit beiden Händen an den Griffen nach unten.
- Du bekommst gleichmäßige Spalten ohne Kerngehäuse. Das ist für blinde Köche oft das einfachste Hilfsmittel.
- Pass beim Reinigen auf die Klingen auf.
Woran du merkst, dass alles weg ist
- Fahr mit dem Daumen über jede Schnittfläche. Sie soll überall feucht und gleichmäßig sein.
- Kratzt etwas, ist noch Pergament dran.
- Spürst du kleine harte Tropfen, sind noch Kerne da.
- Prüf oben und unten an den Enden: Dort bleiben am häufigsten der harte Stielrest und die raue Fliege hängen.
Schneiden
Spalten
- Entkernte Viertel mit der Schale nach unten hinlegen.
- Mit dem Krallengriff längs in 2 oder 3 Spalten schneiden.
Scheiben
- Entkernte Viertel mit der Schale nach unten hinlegen und quer in Scheiben schneiden.
- Für Apfelkuchen etwa 3 bis 5 mm dick. Gleich dicke Scheiben garen gleich schnell.
Würfel
- Spalten nebeneinanderlegen und quer schneiden.
- Für Müsli oder Salat klein, für Kompott grob.
Raspeln
- Auf einer groben Reibe, am besten geschält und entkernt.
- Das letzte Stück nicht zu Ende reiben, die Finger kommen sonst zu nah an die Reibe.
Kochen und Backen
Welche Äpfel wofür
- Zum Backen und Kochen eignen sich säuerliche, feste Sorten wie Boskop, Elstar oder Braeburn. Sie behalten Geschmack und bleiben etwas stückig.
- Boskop zerfällt beim Kochen leicht. Das ist gut für Apfelmus, weniger gut, wenn die Stücke ganz bleiben sollen.
- Sehr süße, weiche Sorten werden schnell matschig.
Woran du merkst, dass Äpfel gar sind
- Gekocht oder gedünstet: Mit der Gabel einstechen. Bissfest heißt leichter Widerstand. Für Apfelmus müssen sie so weich sein, dass sie sich mit der Gabel zerdrücken lassen.
- Gebacken: Ein Messer gleitet mit leichtem Widerstand hinein, der Apfel hält aber noch seine Form.
- Es riecht süß und warm, fast nach Karamell.
Apfelkuchen: woran du merkst, dass er durch ist
- Stich mit einem Holzspieß oder Zahnstocher in die Mitte des Teigs, nicht in ein Apfelstück. Bleibt kein feuchter Teig daran kleben, ist er durch.
- Die Oberfläche fühlt sich fest an und federt leicht zurück, wenn du vorsichtig mit einem Löffelrücken draufdrückst.
- Es riecht deutlich nach gebackenem Teig und Apfel. Riecht es scharf oder bitter, ist er zu dunkel.
Braun werden verhindern
- Angeschnittene Äpfel werden an der Luft braun. Das ändert den Geschmack kaum.
- Ein paar Tropfen Zitronensaft auf den Schnittflächen verhindern es.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Ganze Äpfel halten im Kühlschrank im Gemüsefach am längsten. Bei Zimmertemperatur werden sie schneller weich.
- Äpfel geben ein Reifegas ab. Lagere sie getrennt von anderem Obst und Gemüse, besonders von Kartoffeln, Bananen und Kiwis, sonst reifen und keimen diese schneller.
- Angeschnittene Äpfel: Schnittfläche mit Zitronensaft beträufeln, in eine Dose geben, in den Kühlschrank.
Haltbarkeit
- Ganz im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 4 Wochen. Genau prüfen ab 6 Wochen. Spätestens aufbrauchen nach etwa 2 Monaten, je nach Sorte.
- Ganz bei Zimmertemperatur: meist unbedenklich bis 1 Woche. Genau prüfen ab 2 Wochen. Spätestens aufbrauchen nach 3 Wochen.
- Angeschnitten im Kühlschrank: meist unbedenklich am selben Tag. Genau prüfen ab Tag 2. Spätestens aufbrauchen nach 2 Tagen.
- Apfelmus und Kompott im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 4 Tage. Genau prüfen ab Tag 5. Spätestens aufbrauchen nach 7 Tagen.
- Apfelkuchen: meist unbedenklich bis 2 Tage bei Zimmertemperatur. Genau prüfen ab Tag 3. Im Kühlschrank spätestens nach 5 Tagen aufbrauchen.
Frisch erkennen beim Einkauf
- Fest und hart, die Schale glatt und straff.
- Riecht angenehm fruchtig.
Woran du merkst, dass er verdorben ist
- Weich und mehlig, die Schale runzelig: alt, aber noch essbar, gut für Kuchen oder Apfelmus.
- Eine weiche, nachgebende, oft feuchte Stelle, die sich größer anfühlt als eine Druckstelle: Fäulnis. Kleine Stellen großzügig wegschneiden.
- Riecht der Apfel gärig, nach Alkohol oder Essig, oder ist er an vielen Stellen weich: wegwerfen.
- Pelziger, flaumiger Belag ist Schimmel: ganzen Apfel wegwerfen.
Banane

Aufbau
Die Teile der Banane
- Gebogen, mit leicht kantiger Schale. Die Kanten spürst du als Längslinien.
- Oben sitzt der Stiel, unten eine kleine, harte Spitze.
- Die Schale ist dick und lässt sich in Streifen abziehen.
- Zwischen Schale und Frucht liegen oft dünne, flache Fäden.
- Das Fruchtfleisch ist weich und gleichmäßig.
Woran du merkst, wie reif sie ist
- Unreif: die Schale ist straff und glatt, die Banane fest. Der Stiel lässt sich schwer abknicken.
- Reif: gibt bei sanftem Druck leicht nach, duftet süß. Der Stiel knickt leicht.
- Sehr reif: weich, die Schale ist dünn und leicht klebrig, sie riecht stark süß. Ideal zum Backen.
Schälen
Vom Stiel aus
- Stiel abknicken und die Schale in Streifen nach unten ziehen.
Von unten
- Klemm die kleine Spitze unten zwischen Daumen und Zeigefinger und drück. Die Schale platzt auf und lässt sich abziehen. Das klappt auch bei unreifen Bananen, wenn der Stiel nicht nachgibt.
Woran du merkst, dass sie sauber geschält ist
- Die Fäden fühlen sich an wie dünne, flache Bänder auf der Frucht. Zieh sie ab, wenn du sie nicht magst. Essbar sind sie.
- Die harte Spitze unten wegschneiden.
Schneiden
Scheiben
- Banane geschält flach auf das Brett legen. Sie rollt kaum. Mit dem Krallengriff quer schneiden.
- Mit dem Eierschneider geht es auch, für halbe Bananen.
Längs halbieren
- Für Bananensplit oder zum Braten längs halbieren.
Kochen und Backen
Bananenbrot und Kuchen
- Je reifer, desto besser. Sehr reife Bananen mit der Gabel zerdrücken.
- Bananenbrot backt meist bei etwa 175 °C, 50 bis 60 Minuten. Stäbchenprobe: Holzspieß in die Mitte. Bleibt kein feuchter Teig dran, ist es fertig.
Gebratene Banane
- In Butter 1 bis 2 Minuten pro Seite. Sie wird weich, die Oberfläche karamellisiert und duftet süß.
Braun werden
- Geschnittene Bananen werden schnell braun, zum Beispiel im Obstsalat. Zitronensaft hilft.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Bei Zimmertemperatur, getrennt von anderem Obst. Bananen geben Reifegas ab und lassen anderes Obst schneller reifen.
- Nicht in den Kühlschrank: die Schale wird dort schwarz. Innen ist die Banane dann aber noch gut.
- Sehr reife Bananen geschält einfrieren. Gefroren direkt in den Mixer oder aufgetaut in den Kuchen.
Haltbarkeit
- Unreif: reift in 2 bis 5 Tagen.
- Reif bei Zimmertemperatur: meist unbedenklich bis 3 Tage. Genau prüfen ab Tag 4. Spätestens aufbrauchen nach 1 Woche, dann eher zum Backen.
- Geschnitten: am selben Tag essen.
- Eingefroren: bis etwa 3 Monate.
Woran du merkst, dass sie verdorben ist
- Sehr weich und klebrig: überreif, aber gut zum Backen.
- Flüssig, matschig, aufgeplatzte Schale oder gäriger, alkoholischer Geruch: wegwerfen.
- Pelziger Belag am Stiel oder Fruchtfliegen rundherum: genau prüfen, im Zweifel wegwerfen.
Beeren

Hier geht es um Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Erdbeeren haben eine eigene Anleitung.
Aufbau
Beeren am Gefühl erkennen
- Himbeeren: weich, innen hohl, aus vielen winzigen Kügelchen. Sehr empfindlich, sie zerdrücken leicht.
- Brombeeren: ähnlich wie Himbeeren, aber innen mit einem festen, weißlichen Zapfen. Fester und etwas größer.
- Heidelbeeren: klein, rund, glatt und fest. Oben eine kleine, sternförmige Vertiefung.
- Johannisbeeren: sehr klein, rund, glatt, an langen Rispen. Sehr sauer.
- Stachelbeeren: größer, etwa wie eine kleine Kirsche. Die Haut ist fest, manchmal leicht haarig. Oben ein trockener Blütenrest, unten ein kurzer Stiel.
Woran du merkst, dass sie frisch sind
- Prall und trocken. Keine nassen oder klebrigen Beeren in der Schale.
- Kein Saft am Boden der Schale.
Putzen
Waschen
- Beeren erst kurz vor dem Essen waschen. Nass verderben sie schnell.
- Himbeeren und Brombeeren nur, wenn nötig: in einer Schüssel mit Wasser vorsichtig schwenken, nicht unter den harten Wasserstrahl.
- Danach flach auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
Johannisbeeren abstreifen
- Halt die Rispe am oberen Ende fest. Zieh sie durch die Zinken einer Gabel. Die Beeren fallen ab, der Stiel bleibt.
Stachelbeeren putzen
- Stiel und Blütenrest mit den Fingernägeln oder einer kleinen Schere abknipsen.
Aussortieren
- Breite die Beeren auf einem Teller aus und taste sie durch.
- Matschige, nasse, klebrige oder pelzige Beeren aussortieren.
- Bei Brombeeren und Himbeeren können kleine Käfer oder Larven drin sein. Eine Schale Salzwasser hilft: Beeren 5 Minuten hineinlegen, dann abspülen.
Schneiden
Meist ganz
- Beeren werden meist ganz verwendet.
- Große Brombeeren oder Stachelbeeren für Kinder oder Desserts halbieren.
Kochen und Backen
Im Teig
- Heidelbeeren eignen sich gut für Muffins und Kuchen. Vorher in etwas Mehl wälzen. Dann sinken sie im Teig nicht nach unten.
- Gefrorene Beeren gefroren in den Teig geben. Aufgetaut färben sie den Teig und werden matschig.
- Muffins mit Beeren: Stäbchenprobe an einer Stelle ohne Beere machen.
Soßen, Kompott, Gelee
- Himbeeren und Brombeeren zerfallen beim Kochen und eignen sich gut für Soßen. Wer die Kerne nicht mag, streicht die Soße durch ein Sieb.
- Johannisbeeren eignen sich gut für Gelee und Kuchen mit Baiser.
Achtung bei tiefgekühlten Beeren
- Tiefgekühlte Beeren können Viren tragen, die durch Einfrieren nicht kaputtgehen.
- Für den Rohverzehr, zum Beispiel im Smoothie, Quark oder auf dem Müsli, vorher mindestens 2 Minuten kochen.
- Im Kuchen oder Kompott werden sie ausreichend erhitzt.
Achtung bei Waldbeeren
- Selbst gesammelte Beeren vom Waldboden gründlich waschen. Am sichersten ist es, sie zu erhitzen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Ungewaschen im Kühlschrank, am besten flach in einer Schale mit Küchenpapier.
- Einfrieren: einzeln auf einem Teller vorfrieren, dann in eine Dose. So kleben sie nicht zusammen.
Haltbarkeit
- Himbeeren und Brombeeren im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 1 Tag. Genau prüfen ab Tag 2. Spätestens aufbrauchen nach 3 Tagen.
- Johannisbeeren im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 3 Tage. Genau prüfen ab Tag 4. Spätestens aufbrauchen nach 5 Tagen.
- Heidelbeeren und Stachelbeeren im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 5 Tage. Genau prüfen ab Tag 6. Spätestens aufbrauchen nach 10 Tagen.
- Eingefroren: bis etwa 1 Jahr.
Woran du merkst, dass sie verdorben sind
- Weich, nass, klebrig oder Saft in der Schale: alt. Schnell kochen.
- Pelziger Belag: Schimmel. Die Beere wegwerfen, die direkt danebenliegenden auch. Der Schimmel breitet sich bei Beeren sehr schnell aus.
- Gäriger, alkoholischer Geruch: wegwerfen.
Birne

Aufbau
Die Teile der Birne
- Eine Birne ist unten dick und rund und läuft oben zu einem schmalen Hals zusammen.
- Oben am Hals sitzt der Stiel, unten der Blütenansatz: eine kleine, raue Stelle.
- Das Kerngehäuse sitzt im dicken unteren Teil. Vom Kerngehäuse zum Stiel läuft ein harter, faseriger Strang durch den Hals.
- Die Schale ist dünn, glatt oder leicht rau.
- Manche Sorten haben im Fruchtfleisch kleine, harte Körnchen. Die sind normal und essbar.
Woran du merkst, dass sie reif ist
- Birnen reifen von innen nach außen. Der dicke Bauch bleibt lange fest, auch wenn sie innen schon reif ist.
- Drück deshalb sanft mit dem Daumen am Hals, nahe dem Stiel. Gibt er leicht nach, ist die Birne reif.
- Reife Birnen duften süß.
Schälen und Entkernen
Was weg muss
- Der Stiel und der Blütenansatz.
- Das Kerngehäuse mit den Kernen und den harten, pergamentartigen Häutchen.
- Der harte Strang zum Stiel.
- Die Schale: nur wenn du willst. Zum Kochen und für Kuchen wird sie meist geschält.
Schälen mit dem Sparschäler
- Halt die Birne am Bauch und schäl vom Hals zum Boden, immer von dir weg. Nach jedem Zug ein Stück drehen.
- Reife Birnen werden geschält rutschig. Halt sie mit einem Küchentuch.
Entkernen mit dem Teelöffel
- Birne längs von oben durch den Stiel halbieren und mit der Schnittfläche nach oben legen.
- Das Kerngehäuse spürst du als härtere Stelle im dicken Teil. Mit einem Teelöffel oder Kugelausstecher herauskratzen.
- Den Strang zum Stiel mit zwei schrägen Schnitten als schmalen Keil herausschneiden.
Woran du merkst, dass alles weg ist
- Fahr mit dem Finger durch die Mulde. Sie soll glatt sein, ohne Kerne und ohne harte Häutchen.
- Prüf den Hals: Kein harter Strang mehr bis zum Stiel.
Schneiden
Spalten, Scheiben, Würfel
- Hälften mit der Schnittfläche nach unten legen, dann wie beim Apfel in Spalten, Scheiben oder Würfel schneiden.
- Birnen werden an der Luft schnell braun. Etwas Zitronensaft hilft.
Kochen und Backen
Gut zum Kochen und Backen
- Birnen eignen sich gut für Kuchen, Kompott und zum Pochieren. Nimm reife, aber noch feste Birnen. Sehr weiche Birnen zerfallen.
Pochieren: woran du merkst, dass sie fertig sind
- Geschälte Hälften in Zuckerwasser oder Wein leise köcheln, 10 bis 20 Minuten je nach Reife.
- Fertig, wenn ein spitzes Messer leicht hineingleitet und sie leicht glasig und weich sind.
Im Ofen
- Spalten oder Hälften bei etwa 180 °C, 25 bis 35 Minuten. Sie werden weich und duften karamellig.
- Im Kuchen gilt die Stäbchenprobe: Holzspieß in den Teig, nicht in die Birne.
Herzhaft
- Birnen passen auch zu herzhaften Gerichten, zum Beispiel zu Käse, Speck und grünen Bohnen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Unreife Birnen bei Zimmertemperatur nachreifen lassen.
- Reife Birnen in den Kühlschrank. Druckempfindlich: nebeneinander legen, nicht stapeln.
- Birnen geben Reifegas ab. Nicht neben Gemüse lagern, das schnell welkt.
Haltbarkeit
- Unreif bei Zimmertemperatur: reift in 2 bis 5 Tagen.
- Reif im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 3 Tage. Genau prüfen ab Tag 4. Spätestens aufbrauchen nach 1 Woche.
- Hart und unreif im Kühlschrank: meist 2 bis 3 Wochen. Zum Nachreifen herausnehmen.
- Geschnitten mit Zitronensaft im Kühlschrank: spätestens nach 1 Tag.
- Kompott im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 4 Tage. Spätestens aufbrauchen nach 5 Tagen.
Woran du merkst, dass sie verdorben ist
- Birnen faulen oft von innen, ohne dass du außen viel merkst. Ist der Bauch sehr weich oder fühlt sich die Schale lose an, aufschneiden und prüfen.
- Innen mehlig, matschig oder nass: alt. Weiche Stellen großzügig wegschneiden.
- Gäriger, alkoholischer Geruch oder pelziger Belag: wegwerfen.
Erdbeeren

Aufbau
Die Teile der Erdbeere
- Erdbeeren sind herzförmig oder rundlich, oben breit, unten spitz.
- Auf der Oberfläche sitzen winzige Nüsschen. Die Haut fühlt sich deshalb leicht körnig an.
- Oben sitzt ein grüner Blattkranz mit kurzem Stiel. Darunter steckt ein kleiner, etwas härterer, heller Strunk in der Frucht.
- Innen ist sie weich und saftig.
Woran du merkst, dass sie reif sind
- Reife Erdbeeren duften stark und süß, schon wenn du die Schale öffnest. Riechen sie kaum, schmecken sie meist auch nach wenig.
- Sie sind fest, geben aber leicht nach. Harte, knackige Beeren sind unreif.
- Erdbeeren reifen nach dem Pflücken nicht nach.
Putzen
Erst waschen, dann putzen
- Wasch die Erdbeeren mit Blattkranz. Ohne Kranz saugen sie Wasser und werden wässrig.
- Kurz in einer Schüssel mit kaltem Wasser schwenken, nicht einweichen. Dann auf einem Küchentuch abtropfen lassen.
Blattkranz abdrehen
- Bei reifen Erdbeeren kannst du den Blattkranz mit den Fingern abdrehen. Der Strunk kommt oft mit.
Blattkranz mit der Messerspitze
- Halt die Erdbeere in der Hand, setz ein kleines Messer schräg neben dem Blattkranz an und schneide einen kleinen Kegel heraus. Dreh die Erdbeere dabei gegen das Messer.
Mit dem Trinkhalm
- Stich einen stabilen Trinkhalm von der Spitze unten durch die Erdbeere nach oben. Er drückt Strunk und Blattkranz heraus. Ganz ohne Klinge.
Woran du merkst, dass alles weg ist
- Fühl oben in die Mulde: keine Blättchen, kein harter, heller Strunk.
- Matschige oder eingedrückte Stellen fühlen sich weich und nass an. Großzügig wegschneiden.
Schneiden
Halbieren und Vierteln
- Erdbeere längs von oben nach unten halbieren und mit der Schnittfläche nach unten legen. Für Viertel noch mal längs.
Scheiben
- Mit dem Eierschneider bekommst du gleichmäßige Scheiben ohne Messer.
Kochen und Backen
Nicht mitbacken
- Erdbeeren eignen sich schlecht zum Mitbacken im Teig. Sie werden matschig, verlieren ihr Aroma und geben viel Saft ab.
- Für Erdbeerkuchen den Boden backen, abkühlen lassen und die Erdbeeren roh darauflegen. Tortenguss hält sie zusammen.
Marmelade und Soße
- Mit Zucker gekocht werden sie zu Marmelade, Kompott oder Soße.
- Marmelade: Gelierprobe mit einem kalten Teller. Einen kleinen Klecks draufgeben, kurz warten und mit dem Finger anschieben. Wird er fest und wirft Falten, ist die Marmelade fertig.
Tiefgekühlte Erdbeeren
- Tiefgekühlte Beeren können Viren tragen, die durch Einfrieren nicht kaputtgehen. Vor dem Rohverzehr, zum Beispiel im Smoothie oder Quark, mindestens 2 Minuten kochen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Ungewaschen und mit Blattkranz im Kühlschrank, am besten flach ausgebreitet auf Küchenpapier.
- Eine halbe Stunde vor dem Essen herausnehmen. Kalt schmecken sie nach weniger.
Haltbarkeit
- Im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 1 Tag. Genau prüfen ab Tag 2. Spätestens aufbrauchen nach 3 Tagen.
- Bei Zimmertemperatur: am selben Tag essen.
- Geschnitten: am selben Tag essen.
- Eingefroren: bis etwa 1 Jahr. Beim Auftauen werden sie weich. Gut für Soße oder Smoothie, nach dem Kochen.
Woran du merkst, dass sie verdorben sind
- Weich, matschig, Saft in der Schale: alt. Schnell essen oder kochen.
- Pelziger Belag: Schimmel. Die Beere wegwerfen, die direkt danebenliegenden auch. Die anderen einzeln abtasten.
- Gäriger, alkoholischer Geruch: wegwerfen.
Kirschen

Aufbau
Die Teile der Kirsche
- Klein, rund, mit glatter, praller Haut.
- Oben ein langer, dünner Stiel. In der Mitte ein harter, runder Stein.
- Süßkirschen sind fester und süß. Sauerkirschen sind weicher, saftiger und sauer.
Woran du merkst, dass sie frisch sind
- Prall und fest. Der Stiel ist biegsam und frisch, nicht trocken und brüchig.
Entsteinen
Wichtig vorab
- Kirschen färben stark ab, ähnlich wie Rote Bete. Schürze und Einweghandschuhe helfen.
- Kirschsteine nicht zerbeißen. Im Inneren steckt ein Stoff, der im Körper Blausäure bildet. Ein ganz verschluckter Stein ist harmlos.
Mit dem Kirschentkerner
- Kirsche mit dem Stielansatz nach oben einlegen, zudrücken. Ein Stift drückt den Stein heraus.
- Das ist die sicherste und schnellste Methode, ganz ohne Messer.
- Über einer Schüssel arbeiten. Es spritzt.
Mit Trinkhalm oder Stäbchen
- Stiel abziehen. Einen stabilen Trinkhalm oder ein Essstäbchen von oben in den Stielansatz drücken. Der Stein kommt unten heraus.
Mit dem Messer
- Kirsche rundherum einschneiden, bis das Messer am Stein stoppt.
- Die Hälften gegeneinander drehen und den Stein mit dem Finger herausholen.
Woran du merkst, dass der Stein draußen ist
- Drück jede Kirsche einmal leicht zusammen. Spürst du nichts Hartes mehr, ist sie leer.
- Für Kuchen lohnt es sich, jede Kirsche zu prüfen. Ein vergessener Stein kann einen Zahn kosten.
Würmer erkennen
- Fühlt sich das Innere beim Entsteinen matschig oder krümelig an, war eine Made drin. Diese Kirsche wegwerfen.
Schneiden
Halbieren
- Entsteinte Kirschen mit den Fingern auseinanderziehen oder mit dem Messer halbieren.
Kochen und Backen
Gut zum Backen und Kochen
- Kirschen eignen sich gut für Kuchen, Kompott, Clafoutis und Marmelade. Sauerkirschen sind dafür am beliebtesten.
- Sie geben viel Saft ab. Für Kuchen etwas Speisestärke darüberstreuen oder Kirschen aus dem Glas gut abtropfen lassen.
Woran du merkst, dass Kompott fertig ist
- Kirschen mit Zucker und wenig Wasser aufkochen, 3 bis 5 Minuten leise köcheln. Sie werden weich, bleiben aber ganz.
- Zum Andicken etwas Speisestärke in kaltem Wasser verrühren, dazugeben und einmal aufkochen. Die Soße wird dann dicker und glänzend.
Im Kuchen
- Kirschkuchen backt meist bei etwa 175 bis 180 °C, 40 bis 50 Minuten. Stäbchenprobe in den Teig, nicht in die Kirsche.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Ungewaschen und mit Stiel im Kühlschrank. Erst kurz vor dem Essen waschen.
- Einfrieren geht gut, entsteint.
Haltbarkeit
- Im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 3 Tage. Genau prüfen ab Tag 4. Spätestens aufbrauchen nach 1 Woche.
- Entsteint im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 1 Tag. Spätestens aufbrauchen nach 2 Tagen.
- Eingefroren: bis etwa 1 Jahr.
Woran du merkst, dass sie verdorben sind
- Weich, schrumpelig oder austretender Saft: alt. Aussortieren oder gleich kochen.
- Pelziger Belag oder gäriger Geruch: wegwerfen. Die Kirschen direkt daneben auch prüfen.
Kiwi

Aufbau
Die Teile der Kiwi
- Oval, etwa so groß wie ein Ei.
- Die grüne Kiwi hat eine pelzige, leicht haarige Schale. Die gelbe Kiwi ist glatt.
- An einem Ende sitzt der Stielansatz: ein kleiner, harter Punkt. Darunter steckt ein kleiner, harter Strunk.
- Innen ist das Fruchtfleisch weich und saftig. In der Mitte läuft ein hellerer Strang, rundherum sitzen kleine, essbare Kerne. Sie knacken leicht beim Kauen.
Woran du merkst, dass sie reif ist
- Reif: gibt bei sanftem Druck leicht nach.
- Unreif: hart und sehr sauer.
- Überreif: sehr weich, matschig.
Schälen
Mit dem Teelöffel
- Schneide an beiden Enden eine dünne Scheibe ab.
- Schieb einen Teelöffel zwischen Schale und Fruchtfleisch. Fahr einmal rundherum, dicht an der Schale.
- Drück die Kiwi aus der Schale heraus.
Auslöffeln
- Kiwi quer halbieren und mit dem Teelöffel auslöffeln, wie ein Ei.
Mit dem Sparschäler
- Geht bei festen Kiwis. Reife Kiwis werden dabei matschig.
Woran du merkst, dass sie geschält ist
- Die Schale fühlt sich trocken und pelzig an.
- Das Fruchtfleisch ist nass und glitschig.
- Prüf das Stielende: Den kleinen harten Strunk abschneiden.
Schneiden
Scheiben
- Geschälte Kiwi quer in Scheiben schneiden.
- Mit dem Eierschneider geht es auch, bei festen Kiwis.
Viertel und Würfel
- Längs vierteln, dann quer in Stücke.
Kochen und Backen
Meist roh
- Kiwis werden fast immer roh gegessen.
- Gelbe Kiwis sind süßer und weniger sauer.
Achtung bei Gelatine und Milchprodukten
- Kiwis enthalten wie Ananas ein Eiweiß spaltendes Enzym. Mit Gelatine wird nichts fest.
- Mit Quark, Joghurt oder Sahne wird es nach einiger Zeit bitter. Direkt essen.
- Das Enzym macht auch Fleisch zart. Ein paar Scheiben in einer Marinade reichen. Nicht länger als 1 bis 2 Stunden, sonst wird das Fleisch matschig.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Unreife Kiwis bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Neben einem Apfel geht es schneller.
- Reife Kiwis in den Kühlschrank.
Haltbarkeit
- Unreif bei Zimmertemperatur: reift in 3 bis 7 Tagen.
- Unreif im Kühlschrank: oft mehrere Wochen.
- Reif im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 5 Tage. Genau prüfen ab Tag 6. Spätestens aufbrauchen nach 10 Tagen.
- Geschnitten: am selben Tag essen.
Woran du merkst, dass sie verdorben ist
- Sehr weich, eingesunkene Stellen: großzügig wegschneiden.
- Matschig, gäriger Geruch: wegwerfen.
- Pelziger Belag am Stielende: wegwerfen.
Mango

Aufbau
Die Teile der Mango
- Eine Mango ist oval und etwas flach gedrückt. Sie hat zwei breite, gewölbte Seiten und zwei schmale Kanten.
- Oben sitzt der Stielansatz.
- In der Mitte steckt ein großer, flacher, länglicher Kern, etwa wie ein flaches Stück Seife. Er liegt parallel zu den breiten Seiten und ist von Fasern umgeben.
- Die Schale ist glatt und ledrig. Das Fruchtfleisch ist weich, saftig und rutschig.
Woran du merkst, dass sie reif ist
- Die Farbe sagt bei Mangos wenig. Fühlen und Riechen ist zuverlässiger.
- Reif: gibt bei sanftem Druck leicht nach, wie eine reife Avocado. Am Stielansatz duftet sie süß.
- Unreif: hart, riecht kaum.
- Überreif: sehr weich, riecht gärig.
Achtung bei empfindlicher Haut
- Die Schale kann bei manchen Menschen Hautreizungen auslösen. Die Schale nicht mitessen.
Schneiden und Entkernen
Die Wangen abschneiden
- Leg die Mango auf ein feuchtes Tuch und stell sie hochkant auf eine schmale Kante, den Stielansatz oben.
- Ertaste die breiten Seiten. Der Kern liegt dazwischen.
- Setz das Messer etwa 1 cm neben der Mitte an und schneide gerade nach unten. Trifft das Messer auf den harten Kern, setz es etwas weiter außen neu an.
- Dasselbe auf der anderen Seite. Jetzt hast du zwei Wangen und das Mittelstück mit dem Kern.
Igel-Methode für Würfel
- Leg eine Wange mit der Schale nach unten.
- Schneide das Fruchtfleisch gitterförmig ein, bis du die Schale spürst, aber nicht durch.
- Drück die Schale von unten nach oben, sodass sich die Würfel nach außen stülpen. Schneide sie ab oder löffel sie heraus.
Mit dem Glas auslösen
- Halt eine Wange am Rand eines Trinkglases an. Drück sie am Glasrand nach unten. Das Fruchtfleisch rutscht ins Glas, die Schale bleibt in deiner Hand.
Das Mittelstück
- Schäl die Schale vom Mittelstück ab und schneide das Fruchtfleisch rund um den Kern ab.
- Wo der Kern ist, spürst du harte Fasern. Dort aufhören.
Schälen mit dem Sparschäler
- Für Scheiben: die ganze Mango mit dem Sparschäler schälen, dann die Wangen abschneiden.
- Geschälte Mangos sind sehr rutschig. Halt sie mit einem Küchentuch.
Kochen und Backen
Meist roh
- Mango wird meist roh gegessen: pur, im Obstsalat, in Sommerrollen, im Lassi oder als Salsa.
- Für Currys und Chutneys kurz mitgaren, 5 bis 10 Minuten. Sie wird weich und zerfällt teilweise.
Unreife Mango
- Grüne, unreife Mango wird in Asien sauer als Salat oder Gemüse verwendet. Fest und knackig, fein in Streifen geschnitten.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Unreife Mangos bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. In einer Papiertüte geht es schneller.
- Reife Mangos in den Kühlschrank.
- Geschnitten in einer Dose im Kühlschrank.
- Einfrieren geht gut, in Würfeln.
Haltbarkeit
- Unreif bei Zimmertemperatur: reift in 2 bis 5 Tagen.
- Reif im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 3 Tage. Genau prüfen ab Tag 4. Spätestens aufbrauchen nach 5 Tagen.
- Geschnitten im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 2 Tage. Spätestens aufbrauchen nach 3 Tagen.
- Eingefroren: bis etwa 6 Monate.
Woran du merkst, dass sie verdorben ist
- Sehr weich, mit eingesunkenen Druckstellen: großzügig wegschneiden.
- Matschig, gäriger oder alkoholischer Geruch: wegwerfen.
- Pelziger Belag, oft am Stielansatz: wegwerfen.
Melone

Hier geht es um Wassermelone und um Zuckermelonen wie Honigmelone, Galia oder Cantaloupe.
Aufbau
Wassermelone
- Groß, rund oder oval, sehr schwer. Die Schale ist glatt und hart.
- Unter der Schale liegt eine helle, feste Schicht. Innen ist das Fruchtfleisch sehr saftig und knackig.
- Die Kerne sind im ganzen Fruchtfleisch verteilt. Kernlose Sorten haben nur kleine, weiche, essbare Kerne.
Zuckermelonen
- Kleiner, etwa so groß wie ein Handball.
- Die Schale ist je nach Sorte glatt oder hat ein raues, erhabenes Netzmuster.
- Die Kerne sitzen gesammelt in einem Hohlraum in der Mitte, in nassen Fasern. Wie beim Kürbis.
Woran du merkst, dass sie reif ist
- Wassermelone: mit dem Knöchel draufklopfen. Klingt es tief, dumpf und hohl, ist sie reif. Klingt es hell oder fest, ist sie unreif.
- Wassermelone: Sie ist schwer für ihre Größe. Unten hat sie eine etwas flachere Stelle, wo sie auf dem Feld lag.
- Zuckermelone: drück auf das Ende gegenüber vom Stiel. Gibt es leicht nach und duftet es süß, ist sie reif.
Aufschneiden und Schälen
Erst waschen
- Die Schale vor dem Aufschneiden abwaschen und abtrocknen. Sonst trägt das Messer Keime von der Schale ins Fruchtfleisch.
Aufschneiden
Melonen sind groß, rund und rollen. Hier ist Vorsicht wichtig.
- Leg die Melone auf ein feuchtes Tuch. Schneide an beiden Enden eine Scheibe ab, bis du Fruchtfleisch spürst.
- Stell sie auf eine flache Seite. Jetzt steht sie stabil.
- Halbiere sie von oben nach unten. Bei großen Wassermelonen die flache Hand auf den Messerrücken legen und gleichmäßig drücken.
- Leg die Hälften mit der Schnittfläche nach unten.
Kerne entfernen bei Zuckermelonen
- Halbieren und die Kerne mit den Fasern mit einem Esslöffel herauskratzen.
- Fahr mit dem Finger nach. Die Innenseite soll glatt und fest sein.
Schälen
- Hälften mit der Schnittfläche nach unten legen und die Schale in Streifen von oben nach unten abschneiden, der Rundung folgend.
- Alternativ: erst in Spalten schneiden, dann das Fruchtfleisch von der Schale abschneiden. Spalte auf die Schale legen und das Messer flach zwischen Fruchtfleisch und Schale führen.
Woran du merkst, dass die Schale weg ist
- Die helle Schicht unter der Schale ist fester, weniger saftig und knackt beim Schneiden mehr.
- Das Fruchtfleisch ist weich, nass und saftig. Schneide so weit ab, bis du nur noch das spürst.
Schneiden
Spalten
- Hälften wie Tortenstücke in Spalten schneiden. Mit Schale lassen sie sich gut in der Hand essen.
Würfel
- Geschälte Hälften in Scheiben, dann in Streifen und Würfel schneiden.
- Wassermelone: die Hälfte in der Schale gitterförmig einschneiden und die Würfel mit einem Löffel herausholen.
Kochen und Backen
Meist roh
- Melonen werden fast immer roh gegessen: pur, im Obstsalat, mit Schinken oder mit Feta.
- Wassermelone kann man in dicken Scheiben kurz grillen oder in der Pfanne anbraten, 1 bis 2 Minuten pro Seite.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Ganz bei Zimmertemperatur oder kühl.
- Angeschnitten: Schnittfläche mit Folie abdecken, in den Kühlschrank.
- Stücke in einer Dose im Kühlschrank.
Haltbarkeit
- Ganz bei Zimmertemperatur: meist unbedenklich bis 1 Woche. Genau prüfen ab Tag 8. Spätestens aufbrauchen nach 2 Wochen. Zuckermelonen eher kürzer.
- Angeschnitten im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 2 Tage. Genau prüfen ab Tag 3. Spätestens aufbrauchen nach 4 Tagen.
- Würfel im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 2 Tage. Spätestens aufbrauchen nach 3 Tagen.
- Aufgeschnittene Melone nicht lange in der Wärme stehen lassen, höchstens 2 Stunden.
Woran du merkst, dass sie verdorben ist
- Weiche, eingesunkene Stellen an der Schale: innen genau prüfen.
- Schleimiges, matschiges Fruchtfleisch: wegwerfen.
- Säuerlicher Geruch oder ein Prickeln auf der Zunge: gärt. Wegwerfen.
Pfirsich, Nektarine und Aprikose

Diese drei sind gleich aufgebaut und werden gleich vorbereitet.
Aufbau
Am Gefühl unterscheiden
- Pfirsich: rund, die Haut ist samtig und leicht pelzig.
- Nektarine: wie ein Pfirsich, aber die Haut ist glatt.
- Aprikose: kleiner, etwa wie eine Walnuss bis ein kleiner Apfel. Die Haut ist leicht samtig.
Die Teile
- An einer Seite läuft eine Furche von oben nach unten, die Naht.
- Oben ein kleiner Stielansatz.
- In der Mitte ein harter Stein. Beim Pfirsich ist er tief gefurcht und rau.
- Bei manchen Sorten löst sich der Stein leicht, bei anderen sitzt er fest im Fruchtfleisch.
Woran du merkst, dass sie reif sind
- Reif: geben bei sanftem Druck leicht nach und duften stark.
- Unreif: hart, riechen kaum.
- Sie sind sehr druckempfindlich. Nur mit der ganzen Hand prüfen, nicht mit den Fingerspitzen.
Häuten und Entsteinen
Was weg muss
- Der Stein.
- Die Haut: nur wenn du willst, zum Beispiel beim Pfirsich für Desserts oder Marmelade.
Häuten mit heißem Wasser
- Unten kreuzweise leicht einritzen, nur durch die Haut.
- 30 bis 60 Sekunden in kochendes Wasser legen, dann sofort in kaltes Wasser.
- Die Haut lässt sich jetzt am Kreuz mit den Fingern abziehen. Wie bei Tomaten.
Woran du merkst, dass die Haut weg ist
- Die Haut fühlt sich samtig oder glatt und trocken an.
- Das Fruchtfleisch ist glitschig und nass.
Entsteinen
- Ertaste die Naht. Schneide entlang der Naht rundherum ein, bis das Messer am Stein stoppt.
- Dreh die Hälften gegeneinander. Löst sich der Stein, mit den Fingern herausnehmen.
Wenn der Stein festsitzt
- Schneide Spalten von außen nach innen bis zum Stein, auf dem Stein entlang ab. Am Ende bleibt der Stein mit etwas Fruchtfleisch übrig.
Achtung bei Aprikosenkernen
- Im Stein steckt ein Kern, der wie eine Mandel aussieht. Bittere Aprikosenkerne bilden im Körper Blausäure. Nicht knacken und nicht essen.
Schneiden
Spalten und Würfel
- Hälften mit der Schnittfläche nach unten legen und in Spalten oder Würfel schneiden.
- Sie werden an der Luft braun. Etwas Zitronensaft hilft.
Kochen und Backen
Gut zum Kochen und Backen
- Eignen sich gut für Kuchen, Kompott und Marmelade. Nimm reife, aber noch feste Früchte.
- Aprikosen schmecken gebacken oft besser als roh.
Grillen und Braten
- Hälften mit der Schnittfläche nach unten in die heiße Pfanne oder auf den Grill, 3 bis 4 Minuten. Sie werden weich, karamellisieren und duften süß.
Im Ofen
- Hälften bei etwa 180 bis 200 °C, 15 bis 25 Minuten, bis sie weich sind.
- Im Kuchen gilt die Stäbchenprobe: Holzspieß in den Teig, nicht in die Frucht.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Unreif bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, nebeneinander, nicht gestapelt.
- Reif in den Kühlschrank. Vor dem Essen eine halbe Stunde herausnehmen. Kalt schmecken sie nach weniger.
- Einfrieren geht, entsteint in Spalten.
Haltbarkeit
- Unreif bei Zimmertemperatur: reift in 1 bis 3 Tagen.
- Reif im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 3 Tage. Genau prüfen ab Tag 4. Spätestens aufbrauchen nach 5 Tagen.
- Geschnitten: am selben Tag essen.
- Eingefroren: bis etwa 1 Jahr.
Woran du merkst, dass sie verdorben sind
- Druckstellen: weiche, eingesunkene Stellen. Großzügig wegschneiden, wenn sie nicht nass sind.
- Matschig, nass oder gäriger Geruch: wegwerfen.
- Pelziger Belag, oft an der Naht oder am Stielansatz: wegwerfen.
Pflaumen und Zwetschgen

Aufbau
Pflaumen und Zwetschgen unterscheiden
- Pflaumen: rund, weich und saftig. Der Stein sitzt oft fest im Fruchtfleisch.
- Zwetschgen: länglich-oval, an den Enden etwas spitz, fester. Der Stein löst sich leicht.
Die Teile
- Die Haut ist glatt und hat einen feinen, wachsigen Belag. Er ist natürlich und harmlos.
- An einer Seite läuft eine Furche von oben nach unten, die Naht.
- In der Mitte sitzt ein flacher, ovaler, harter Stein.
Woran du merkst, dass sie reif sind
- Reif: geben bei sanftem Druck leicht nach und duften süß.
- Unreif: hart und sauer.
Entsteinen
Mit dem Messer
- Ertaste die Naht. Schneide entlang der Naht rundherum ein, bis das Messer am Stein stoppt.
- Dreh die Hälften gegeneinander und zieh sie auseinander.
- Den Stein mit den Fingern oder der Messerspitze herausholen.
Aufklappen für Kuchen
- Zwetschgen nur auf einer Seite längs einschneiden, aufklappen und den Stein herausnehmen. Die Hälften hängen noch zusammen.
- Für den Kuchen noch einmal leicht einschneiden, damit sie flach aufgehen.
Mit dem Entsteiner
- Kirschentkerner mit größerem Einsatz funktionieren auch für kleine Zwetschgen.
Woran du merkst, dass alles weg ist
- Fahr mit dem Finger durch die Mulde. Sie soll glatt sein, ohne harte Reste.
Würmer erkennen
- Fühlt es sich rund um den Stein krümelig, trocken oder matschig an, war eine Raupe drin. Diese Frucht wegwerfen.
- Kommt häufig vor, besonders bei Zwetschgen aus dem Garten. Deshalb jede einzeln aufmachen.
Schneiden
Hälften, Viertel, Spalten
- Entsteinte Hälften mit der Schnittfläche nach unten legen und längs in Spalten schneiden.
Kochen und Backen
Zwetschgen für Kuchen
- Zwetschgen behalten beim Backen ihre Form. Sie sind ideal für Zwetschgenkuchen.
- Hälften dicht an dicht hochkant auf den Teig setzen, wie Dachziegel.
- Zwetschgenkuchen backt meist bei etwa 180 bis 200 °C, 35 bis 45 Minuten. Die Früchte sind weich und saftig, die Ränder vom Teig fest und knusprig.
Pflaumen für Mus und Kompott
- Pflaumen zerfallen beim Kochen. Sie sind ideal für Kompott, Pflaumenmus und Soßen.
- Pflaumenmus braucht lange: mehrere Stunden bei niedriger Hitze, oder im Ofen bei etwa 150 °C ohne Deckel. Es ist fertig, wenn es dick ist und ein Löffel darin fast stehen bleibt.
Herzhaft
- Pflaumen passen zu Schmorgerichten mit Fleisch, zum Beispiel zu Ente oder Schwein.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Unreife Früchte bei Zimmertemperatur nachreifen lassen.
- Reife Früchte ungewaschen im Kühlschrank.
- Einfrieren geht sehr gut, entsteint und halbiert. Gefroren direkt auf den Kuchen.
Haltbarkeit
- Unreif bei Zimmertemperatur: reift in 1 bis 3 Tagen.
- Reif im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 3 Tage. Genau prüfen ab Tag 4. Spätestens aufbrauchen nach 5 Tagen.
- Entsteint im Kühlschrank: spätestens nach 1 Tag verwenden.
- Pflaumenmus im sauberen, verschlossenen Glas: viele Monate. Geöffnet im Kühlschrank einige Wochen.
- Eingefroren: bis etwa 1 Jahr.
Woran du merkst, dass sie verdorben sind
- Sehr weich, austretender Saft: überreif. Schnell kochen.
- Gäriger Geruch oder pelziger Belag: wegwerfen.
Rhabarber

Rhabarber ist eigentlich ein Gemüse, wird aber wie Obst verwendet. Saison ist von April bis Ende Juni.
Aufbau
Die Teile des Rhabarbers
- Rhabarber wird in langen Stangen verkauft, ähnlich wie Staudensellerie, aber dicker und fester.
- Eine Seite der Stange ist gewölbt, die andere flacher, manchmal mit einer leichten Rinne.
- Oben sitzt das große Blatt oder der Rest davon. Unten ist ein verdickter, oft trockener Ansatz.
- Außen ist eine dünne Haut mit Fäden, die der Länge nach laufen. Du spürst sie als feine Rillen.
- Innen ist er fest, saftig und knackig.
Wichtig: die Blätter sind giftig
- Die Blätter enthalten viel Oxalsäure. Sie werden nicht gegessen, auch nicht gekocht.
Putzen und Schälen
Was weg muss
- Das Blatt: komplett abschneiden, dazu etwa 1 cm der Stange darunter.
- Das untere Ende: etwa 1 cm abschneiden. Ist die Schnittfläche trocken oder faserig, noch ein Stück mehr.
- Die Fäden: bei dicken, älteren Stangen ja. Junge, dünne Stangen musst du oft nicht schälen.
- Weiche oder schleimige Stellen: großzügig wegschneiden.
Fäden abziehen mit dem Messer
- Setz das Messer oben an der Schnittkante an und schneide nur ein kleines Stück der Haut ein, nicht durch die Stange.
- Halt das Stück zwischen Daumen und Messer und zieh es nach unten. Die Fäden kommen als lange, zähe Streifen mit.
- Dreh die Stange und wiederhole das rundherum. Dann von unten nach oben noch einmal, falls etwas übrig ist.
Schälen mit dem Sparschäler
- Leg die Stange flach auf das Brett, halt sie oben fest und zieh den Sparschäler von dir weg nach unten.
Woran du merkst, dass die Fäden weg sind
- Fahr mit dem Fingernagel quer über die Stange. Spürst du harte, erhabene Linien, sind noch Fäden dran.
- Geschälte Stellen sind glatt, nass und etwas glitschig.
Schneiden
Stabil legen
- Leg die Stange mit der flachen Seite oder der Rinne nach unten. So rollt sie nicht.
Stücke
- Mit dem Krallengriff quer in Stücke von 1 bis 2 cm schneiden. Für Kompott oder Kuchen ist das die übliche Größe.
- Mehrere Stangen kannst du nebeneinanderlegen und zusammen schneiden.
Kochen und Backen
Nicht roh in großen Mengen
- Roh ist Rhabarber sehr sauer und enthält viel Oxalsäure. Ein Stück zum Probieren ist kein Problem, aber gegessen wird er gekocht oder gebacken.
- Milchprodukte wie Sahne, Quark oder Vanillesoße passen gut dazu. Sie binden einen Teil der Oxalsäure.
Keine Aluminiumtöpfe oder -formen
- Die Säure löst Aluminium. Nimm Edelstahl, Emaille oder Glas. Alufolie nicht direkt auf den Rhabarber legen.
Kompott: woran du merkst, dass er fertig ist
- Stücke mit Zucker und wenig Wasser bei mittlerer Hitze mit Deckel garen, etwa 5 bis 10 Minuten.
- Er gibt viel eigenen Saft ab. Am Anfang hörst du kaum etwas, dann fängt es an zu blubbern.
- Fertig, wenn die Stücke beim Umrühren mit dem Löffel von selbst zerfallen. Für Kompott mit Stücken früher aufhören, sobald sie weich sind, aber noch Form haben.
Kuchen
- Rhabarber zieht im Kuchen viel Wasser. Stücke vorher mit etwas Zucker 30 Minuten ziehen lassen und den Saft abgießen.
- Rhabarberkuchen backt meist bei etwa 175 bis 180 °C, 40 bis 50 Minuten.
- Ob er durch ist: Holzspieß in die Mitte stecken. Bleibt kein feuchter Teig daran, ist er fertig. Feuchte Rhabarberstücke am Spieß sind normal.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Blätter abschneiden, Stangen in ein feuchtes Tuch wickeln, im Kühlschrank im Gemüsefach.
- Einfrieren geht sehr gut: geputzt und in Stücke geschnitten, roh. Gefroren direkt verwenden.
Haltbarkeit
- Stangen im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 3 Tage. Genau prüfen ab Tag 4. Spätestens aufbrauchen nach 1 Woche.
- Geschnitten roh im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 1 Tag. Spätestens aufbrauchen nach 2 Tagen.
- Kompott im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 4 Tage. Spätestens aufbrauchen nach 5 Tagen.
- Eingefroren: bis etwa 1 Jahr.
Frisch erkennen beim Einkauf
- Die Stangen sind fest und steif und knacken beim Abbrechen.
- Die Schnittenden sind saftig, nicht trocken.
Woran du merkst, dass er verdorben ist
- Biegsame, schlappe Stangen: alt. Für Kompott noch gut.
- Schleimige, weiche Stellen oder ein muffiger, fauliger Geruch: wegwerfen.
Weintrauben

Aufbau
Die Teile
- Viele kleine Beeren hängen an einer verzweigten Rispe.
- Die Beeren sind rund oder oval, glatt und prall.
- Es gibt Sorten mit Kernen und kernlose Sorten. Kernlos steht meist auf der Packung.
- Helle und dunkle Trauben lassen sich am Gefühl nicht unterscheiden. Dunkle schmecken oft etwas kräftiger.
Woran du merkst, dass sie frisch sind
- Die Beeren sind prall und fest und sitzen fest an der Rispe.
- Die Rispe ist biegsam, nicht trocken und brüchig.
Putzen
Waschen
- Kurz vor dem Essen in einem Sieb unter Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Abzupfen und aussortieren
- Die Beeren von der Rispe zupfen.
- Weiche, schrumpelige, nasse oder klebrige Beeren aussortieren.
Kerne entfernen
- Beere halbieren und die Kerne mit der Messerspitze herausholen.
- Einfacher: kernlose Trauben kaufen.
Schneiden
Halbieren
- Für Kleinkinder sollten Trauben halbiert oder geviertelt werden. Ganze Trauben können sich in der Luftröhre verklemmen.
Viele auf einmal halbieren
- Leg die Trauben dicht nebeneinander auf einen flachen Teller oder Deckel.
- Leg einen zweiten flachen Deckel darauf und drück leicht. Die Trauben liegen jetzt fest.
- Zieh ein langes Messer waagerecht zwischen den beiden Deckeln hindurch. Deine Hand liegt oben auf dem Deckel, weg von der Klinge.
Kochen und Backen
Meist roh
- Trauben werden meist roh gegessen, auch im Obstsalat oder zu Käse.
Im Ofen
- Geröstete Trauben: bei etwa 200 °C, 15 bis 20 Minuten. Sie werden weich, platzen leicht auf und schmecken intensiver. Passen zu Käse und Fleisch.
Gefroren
- Gewaschen und trocken eingefroren sind Trauben ein kalter Snack, fast wie Sorbet.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Ungewaschen an der Rispe im Kühlschrank.
Haltbarkeit
- Im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 5 Tage. Genau prüfen ab Tag 6. Spätestens aufbrauchen nach 10 Tagen.
- Bei Zimmertemperatur: 1 bis 2 Tage.
- Eingefroren: bis etwa 6 Monate.
Woran du merkst, dass sie verdorben sind
- Weich, schrumpelig und lose an der Rispe: alt. Noch gut zum Rösten.
- Klebrige Beeren oder Fruchtfliegen: genau prüfen.
- Pelziger Belag, oft am Stielansatz der Beeren, oder gäriger Geruch: wegwerfen. Die Beeren direkt daneben auch.
Zitrusfrüchte

Orange, Mandarine, Zitrone, Limette und Grapefruit sind gleich aufgebaut.
Aufbau
Die Teile
- Außen die Schale: fest, mit feinen Poren. Darin sitzen duftende Öle. Wenn du mit dem Fingernagel kratzt, riecht es sofort stark.
- Darunter eine weiße, weiche Schicht. Sie ist bitter.
- Innen das Fruchtfleisch, aufgeteilt in Spalten. Jede Spalte hat eine dünne Haut.
- In der Mitte ein weicher, weißer Strang, bei manchen Sorten Kerne.
Am Gefühl unterscheiden
- Zitrone: oval, mit kleinen Spitzen an beiden Enden.
- Limette: klein, rund, dünne, glatte Schale, sehr saftig.
- Orange: groß, rund, feste Schale.
- Mandarine und Clementine: klein, etwas flach, die Schale sitzt locker.
- Grapefruit: sehr groß und schwer.
- Am Geruch der angekratzten Schale kannst du sie gut unterscheiden.
Woran du merkst, dass sie saftig sind
- Schwer für ihre Größe. Die Schale ist straff und gibt leicht nach.
Schälen
Mit den Fingern
- Mandarinen und Orangen: Drück den Daumen oben in die Vertiefung am Stielansatz und zieh die Schale in Stücken ab.
- Die weißen Fäden auf den Spalten kannst du abzupfen.
Mit dem Messer, ohne weiße Haut
- Oben und unten eine Scheibe abschneiden, bis du das Fruchtfleisch spürst.
- Frucht auf eine flache Seite stellen. Die Schale mit der weißen Schicht in Streifen von oben nach unten abschneiden, der Rundung folgend.
Woran du merkst, dass die weiße Haut weg ist
- Die weiße Schicht fühlt sich trocken, weich und wattig an.
- Das Fruchtfleisch ist nass und glatt, und du spürst die feinen Fasern der Spalten.
- Fahr mit dem Daumen rundherum. Trockene, wattige Stellen dünn nachschneiden.
Filets schneiden
- Geschälte Frucht in die Hand nehmen, über einer Schüssel.
- Schneide neben der Trennhaut einer Spalte bis zur Mitte, dann auf der anderen Seite der Spalte. Das Filet fällt heraus.
- Das ist fummelig. Halbe Scheiben sind eine gute Alternative.
Schale abreiben
- Nur Früchte mit dem Hinweis „unbehandelt“ oder Bio nehmen. Heiß abwaschen und abtrocknen.
- Auf einer sehr feinen Reibe nur die äußere Schicht abreiben. Pro Stelle nur zwei- bis dreimal reiben, dann die Frucht drehen. Sonst kommt die bittere weiße Schicht mit.
Schneiden und Auspressen
Zum Auspressen halbieren
- Frucht quer halbieren, also zwischen den beiden Enden. So kommt beim Pressen am meisten Saft heraus.
- Vorher mit der flachen Hand fest auf dem Tisch hin und her rollen. Dann gibt sie mehr Saft.
Auspressen
- Mit einer Zitronenpresse. Oder mit der Hand über einem Sieb, dann bleiben die Kerne darin.
- Ohne Sieb: Presse die Hälfte mit der Schnittfläche nach oben über deine andere Hand. Der Saft läuft durch die Finger, die Kerne bleiben hängen.
Spalten und Scheiben
- Für Spalten längs halbieren, auf die Schnittfläche legen und längs in Spalten schneiden.
- Für Scheiben quer schneiden.
Kochen und Backen
Saft und Abrieb
- Abrieb gibt Kuchen und Soßen viel Aroma, mehr als Saft.
- Saft am Ende zugeben. Langes Kochen nimmt das frische Aroma.
- Zitronen- oder Limettensaft verhindert, dass Äpfel, Birnen oder Avocado braun werden.
Achtung bei Milch
- Säure lässt warme Milch und Sahne gerinnen. Saft erst zum Schluss und nicht kochend dazugeben.
Im Ofen
- Zitronenhälften oder -scheiben können mit Fleisch oder Fisch im Ofen mitgaren und geben Aroma ab.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Aufbewahren
- Bei Zimmertemperatur für ein paar Tage, länger im Kühlschrank.
- Angeschnitten: mit der Schnittfläche nach unten auf einen kleinen Teller legen oder in Folie wickeln, in den Kühlschrank.
Haltbarkeit
- Ganz bei Zimmertemperatur: meist unbedenklich bis 1 Woche. Genau prüfen ab Tag 8. Spätestens aufbrauchen nach 2 Wochen.
- Ganz im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 2 Wochen. Genau prüfen ab 3 Wochen. Spätestens aufbrauchen nach 4 Wochen. Limetten und Mandarinen etwas kürzer.
- Angeschnitten im Kühlschrank: meist unbedenklich bis 2 Tage. Spätestens aufbrauchen nach 4 Tagen.
- Frisch gepresster Saft im Kühlschrank: spätestens nach 2 bis 3 Tagen.
Woran du merkst, dass sie verdorben sind
- Harte, eingetrocknete Schale und wenig Gewicht: ausgetrocknet, kaum Saft. Nicht schädlich.
- Weiche, eingesunkene, nasse Stellen: verdorben.
- Pelziger, staubiger Belag: Schimmel. Wegwerfen. Er geht schnell auf andere Früchte über. Die Früchte daneben abwaschen und bald verbrauchen.
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